Bis Ende September 2024 haben die rund 30 Millionen Gashaushalte in Deutschland Zeit, um Ihre Anlage prüfen zu lassen. Die Kosten liegen zwischen 100 und 180 Euro. Müssen Ersatzteile gereinigt, gewartet oder ausgetauscht werden, kommen weitere Kosten hinzu. Im Schnitt sollten Haushalte mit Ausgaben ab 250 Euro aufwärts rechnen.

Den Heizungscheck können Handwerksbetriebe durchführen, die sich auf Gasheizungen spezialisieren. Dazu zählen etwa Heizungsbauer, Gas- und Wasser-Installateure, Schornsteinfeger und Energieberatungsfirmen.

Vier Funktionen werden bei dem sogenannten „standardisierten Heizungscheck“ geprüft. Darunter die Wärmeerzeugung, die Wärmeübergabe,die Warmwasserbereitung und die Verteilung von Wärme und Warmwasser in den Räumen. Kontrolliert werden auch Verluste bei Abgas, Wärme und Ventilation.

Ziel des Heizungschecks ist es, den Zustand zu prüfen und Maßnahmen aufzuzeigen. Dabei soll die Heizungsanlage so optimiert werden, dass sie effizienter und sparsamer arbeitet. Haushalte erhalten außerdem wichtige Empfehlungen zum Energiesparen.

Heizung sammelt Punkte – 13 Schritte nötig

Handwerksbetriebe aus München bestätigen übereinstimmen, dass beim Heizungscheck alle Bestandteile einer Gasheizung einzeln geprüft werden.

Dazu zählt etwa die Wärmeerzeugung, der Anlagenschalter, die Pumpe, Rohre, der Kesselthermostat, die Heizkörper, die Rücklaufverschraubungen, die Strangdifferenzdruckregler und die einzelnen Ventile. Zeitgleich kommen Messgeräte zum Einsatz, um Messwerte, etwaige Verluste und Einstellungen zu prüfen.

Insgesamt dauert die einfache Inspektion etwa eine Stunde.

Rund 13 Schritte geht der Handwerksbetrieb beim Heizungscheck durch. Dabei sammelt die Heizung pro Schritt Problempunkte. Haben Sie die Heizungsrohre im Keller nicht gedämmt, gibt es beispielsweise 20 Punkte. Sind die Rohre wiederum gut isoliert, bewertet der Handwerker diesen Schritt mit 0 Punkten.

Je effizienter die Anlage arbeitet, desto niedriger der Punktestand.

Wann schlägt der Handwerker den Austausch der Anlage vor?

Ist die Heizanlage veraltet, defekt und haben Sie während der Inspektion über 104 Punkte gesammelt, kann der Handwerksbetrieb den Austausch vorschlagen.

Reparaturen und andere Maßnahmen werden in der Regel bereits ab einem Problemstand von 25 Punkten vorgeschlagen. Ob Sie einem sofortigem Austausch, einer Wartung oder anderen Maßnahmen zustimmen, entscheiden Sie nach Einzelfall.  Sie haben grundsätzlich bis 15. September 2024 Zeit, die Maßnahmen durchzuführen. Der Handwerksbetrieb legt Ihnen grundsätzlich auch nahe, wie viel Gas Sie durch die Maßnahme einsparen können.

FOCUS online rät: Ersetzen Sie Ihr veraltetes Heizsystem oder müssen Sie die Anlage reparieren, erhält Sie in der Regel Fördergelder vom Staat. Zuständig ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Lassen Sie sich einen Kostenvoranschlag ausstellen und füllen Sie dann den Antrag aus. Wird dieser durch die Behörde genehmigt, können Sie die Maßnahme durchführen.

 


Dieser Beitrag Heizungcheck gilt! Wann es für Ihre Heizung kritisch wird stammt aus folgender Quelle www.focus.de und wurde am 2022-10-07 21:31:25 veröffentlicht.
Bitte beachten Sie die Urheberrechte bei Weiterleitung und Veröffentlichung.

Originalbeitrag