Heizung über 30 Jahre: Millionen Eigentümer vor Altersgrenze
Heizung: Ratgeber vom 6. Juli – Millionen Haushalte erreichen Altersgrenze für Tauschpflicht
Die Austauschpflicht sieht vor: Alte Gas- und Ölheizungen müssen nach 30 Jahren Nutzung ausgetauscht werden. Das Alter einer Heizung kontrollieren die Schornsteinfeger in Deutschland. Wir haben im Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks nach aktuellen Zahlen gefragt – dabei zeigt sich: Millionen Haushalte steuern mit ihrer Heizung auf die 30 Jahre zu. Die Auswertung listet die Anzahl der Heizungen in Deutschland nach Alter auf – auf die über 30 Jahre steuern mehr als zwei Millionen Haushalte zu.
Gasheizungen über 30 Jahre alt: Millionen Hausbesitzer in Deutschland sind betroffen
Gasheizung nach Alter Anzahl der Anlagen
über 20 Jahre ca. 4.040.000
über 25 Jahre ca. 2.810.000
über 30 Jahre ca. 1.350.000
Lesen Sie auch: Das Alter der Heizung bestimmen – ein simpler Trick hilft
Ölheizungen älter als 30 Jahre: Mehr als 6 Millionen Eigentümer kurz vor Altersgrenze
Ölheizung nach Alter Anzahl der Anlagen
über 20 Jahre ca. 3.350.000
über 25 Jahre ca. 3.430.000
über 30 Jahre ca. 1.390.000
Quelle: Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks für FUNKE Mediengruppe
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Müssen sich tatsächlich alle diese Haushalte über eine neue Heizung Gedanken machen? Die Antwort ist nein – denn die Ausnahmen von der gesetzlichen Austauschpflicht sind umfangreich. In der aktuell gültigen GEG-Fassung sind etwa bloß Heizungen mit konstanter Vorlauftemperatur von der Austauschpflicht betroffen – Brennwert- oder Niedertemperaturtechnik nicht. Allerdings könnte sich auch an den Ausnahmen oft etwas ändern. „Noch sind die verschiedenen Ausnahmen – wie Sie den später mal im GEG stehen werden – nicht bekannt“, sagt Jörg Seelbach vom Schornsteinfegerverband.
Allgemein: Was die Austauschpflicht für Verbraucher bedeutet
Datenstand: Zahlen verblüffen – wie viele Haushalte die Austauschpflicht wirklich betrifft
Heizung: So erkennen Sie das Alter Ihrer Gas- oder Ölheizung
Profitieren: Ausnahmen von der Austauschpflicht für Gas- und Ölheizungen
Kontrolle: Was bei der Nichtbeachtung der Austauschpflicht für Bußgelder drohen
Ab 2024: Austauschpflicht auch im neuen Heizungsgesetz – wer betroffen ist
Tipps für betroffene Eigentümer: Was es bei der Austauschpflicht zu beachten gibt
Für die Verbraucher bedeutet das erst einmal abwarten. Und wer 2023 oder 2024 schon von der Austauschpflicht betroffen ist? Der sollte sich schon jetzt über mögliche Alternativen informieren. Denn die Wartezeiten für neue Heizungen und Wärmepumpen sind aktuell zum Teil lang. Die Frage nach der richtigen Heizung ist schwer und lässt sich nicht pauschal beantworten. Wir haben mit einem Energieberater nach dessen Empfehlung für eine neue Heizung gefragt – er rät vor allem von zwei Heizungstypen tendenziell ab.
Everticker: Aktuelle Evergreens und News im Ratgeber zum Thema Heizung und Heizen
Karlsruhe: Bundesverfassungsgericht stoppt Heizungsgesetz – wie es doch noch kommen könnte
Wenig Zeit: Übergangsfristen im Heizungsgesetz – welche Eigentümer nur drei Jahre Zeit haben
Schäden: Heizung geht ab 2024 kaputt – was im geplanten Heizungsgesetz vorgesehen ist
Bis 2028: Kommunale Wärmeplanung im Heizungsgesetz – wo es sie gibt und was sie regelt
Ratgeber zur Heizung vom 3. Juli: Fristen für Heizungstausch – diese Zahlen sind bekannt
Der Tausch einer alten Heizung gegen eine klimafreundliche Alternative wie die Wärmepumpe – in den kommenden Jahren werden immer mehr Eigentümer in Deutschland mit dieser Situation konfrontiert sein. Zumal die Austauschpflicht für alte Heizungen nach 30 Jahren auch im neuen Heizungsgesetz weiterhin Bestand haben soll. Auch können ältere Anlagen kaputtgehen und müssen unter Umständen schon früher ausgetauscht werden. Hausbesitzer haben dann mehrere Optionen: Neben der Wärmepumpe kommt etwa der Anschluss an ein Wärmenetz oder eine Pelletheizung infrage.
Nach der Art der Heizung und der Wohnsituation richten sich die Übergangsfrist – zwischen drei und 10 Jahren sind möglich. Konkret gilt: Nach Vorliegen der kommunalen Wärmeplanung muss eine neue Heizung zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien genutzt werden. Geht die Heizung irreparabel kaputt, greift eine Übergangsfrist von drei Jahren. In dieser Zeit kann eine fossile Heizung genutzt werden – spätestens nach drei Jahren muss diese aber die 65-Prozent-Quote erfüllen.
Fristen für den Heizungstausch: die wichtigsten Zahlen im Überblick
Situation Frist Bemerkung
Neue Heizungen ab 2024 – Müssen zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden.
Austausch bestehender Heizungen nach irreparablem Defekt 3 Jahre Fossile Heizungen können vorübergehend eingebaut und betrieben werden.
Anschluss an ein Wärmenetz 10 Jahre Die Bundesregierung gewährt Eigentümern einen Zeitraum von zehn Jahren für den Anschluss an ein Wärmenetz.
Umrüstung von Mehrfamilienhäusern mit Gasetagenheizung und Einzelöfen 3 Jahre (Entscheidungsphase) + 10 Jahre (Implementierungsphase) Wenn die erste Gasetagenheizung ausfällt, haben Eigentümer 3 Jahre Zeit, um zu entscheiden, wie das gesamte Gebäude auf erneuerbare Energien umgestellt wird. Für die Umsetzung erhalten sie weitere 10 Jahre.
Austauschpflicht im Havariefall für Eigentümer über 80 Jahre (noch nicht sicher) – Muss erst bei Vererbung oder Verkauf des Hauses auf erneuerbare Energien umgestellt werden – wird aktuell noch im Bundestag debattiert
Nutzung bestehender Öl- und Gasheizungen Bis 30 Jahre oder bis 31. Dezember 2044 Es gibt Ausnahmen von der Austauschpflicht für Niedertemperatur- und Brennwertkessel und für Eigentümer, die seit 1. Februar 2002 in ihrem Eigentum wohnen.
Betrieb von Gaskesseln nach 31. Dezember 2044 – Dürfen nur noch betrieben werden, wenn diese zu 100 Prozent mit grünen Gasen (Wasserstoff) oder Biomasse (Biomethan) heizen.
Fristen für den Tausch der alten Heizung: Umstrittene Ausnahme fällt weg – das ist der Grund
Großzügigere Fristen gibt es für den Anschluss an ein Wärmenetz. Ist dieses in der Kommune geplant – aber noch nicht verfügbar – kann für zehn Jahre mit einer fossilen Heizung geheizt werden. Jedoch muss der Anschluss an ein Nah- oder Fernwärmenetz in dieser Zeitspanne gesichert sein. Ebenfalls zehn Jahre Zeit für den Tausch der Heizung haben Eigentümer in Mehrfamilienhäusern. Die 10-jährige Frist soll allerdings nur gelten, wenn die alte Heizung komplett auf erneuerbare Energien umgestellt wird.
Entgegen dem ersten Entwurf von Wirtschaftsminister Robert Habeck soll die Ausnahme vom Heizungstausch für über 80-Jährige gestrichen werden. FDP-Fraktionsvizechefin Carina Konrad sagte der Deutschen Presse-Agentur zur Begründung: „Die Altersgrenze von 80 Jahren wäre verfassungsrechtlich nicht tragbar.“ Das finale Heizungsgesetz muss vom Bundestag verabschiedet werden. In den Fachausschüssen können zudem noch Änderungen vorgenommen werden. Bedeutet: Auch an den Fristen könnte sich theoretisch noch etwas ändern.
Die FDP-Politikerin Carina Konrad (Archivbild) begründet den Wegfall der Ausnahme für über 80-Jährige mit verfassungsrechtlichen Bedenken.
Die FDP-Politikerin Carina Konrad (Archivbild) begründet den Wegfall der Ausnahme für über 80-Jährige mit verfassungsrechtlichen Bedenken.
Foto: dpa
Heizung: Ratgeber vom 26. Juni: Schornsteinfeger gibt wichtigen Ratschlag für Hausbesitzer
Schornsteinfeger Julian Schwark begrüßt die Einigung der Ampel-Koalition. Er ist im Vorstand des Bundesverbands des Schornsteinfegerhandwerks für Energiefragen zuständig und kennt die Sorgen der Hausbesitzer vor Ort gut. „Die Chancen – die in dem Ausbau des Fernwärmenetzes liegen – haben viele Verbraucherinnen und Verbraucher noch nicht realisiert.“ Die kommunale Wärmeplanung verschafft den Menschen jetzt Zeit, um sich über die Energie- und Wärmewende zu informieren.
Sich jetzt zurück zu lehnen wäre aus Sicht von Schwark ein Fehler. „Denn klar ist: Jeder muss etwas tun – denn das Ziel der Klimaneutralität bis 2045 bleibt.“ Im Hinblick auf das Thema Heizung hat der Schornsteinfeger einen Rat – und warnt zugleich vor Fehlern. Ähnlich wie Schwark sehen es auch viele Energieberater – in der Energie- und Wärmewende sind sie für viele Verbraucher oft die ersten Ansprechpartner. Mit Energieberater Benjamin Weismann vom Energieberaterverband GIH haben wir ebenfalls schon gesprochen – mehr dazu im eben verlinkten Artikel.
Wärmepumpe oder Gasheizung? Unser Faktencheck zeigt die Unterschiede
Wärmepumpe Gasheizung
Energiequelle Luft, Erde oder Wasser Erdgas, Flüssiggas, Biomethan (Biogas), Wasserstoff (H2-ready)
Umweltfreundlichkeit Hoch – nutzt ausschließlich erneuerbare Energien Niedrig – erzeugt CO2
Anschaffungskosten Hoch Niedrig
Betriebskosten Niedriger – gekoppelt an Strompreis Höher – gekoppelt an Brennstoffpreise
Wirkungsgrad Hoch – bis zu 300 bis 400 Prozent unter optimalen Bedingungen Niedriger – zwischen 90 bis 95 Prozent bei modernen Anlagen
Lebensdauer Länger – bis zu 20 Jahre Kürzer – rund 10 bis 15 Jahre
Installation Komplexer – insbesondere bei Erd- und Grundwasserbohrung Einfacher – keine zusätzliche Infrastruktur nötig
Wartung Geringer Höher
Platzbedarf Kann höher sein – primär bei Erdwärmepumpen Meist niedriger
Förderung Hoch – es gibt eine staatliche Förderung für Wärmepumpen von bis zu 40 Prozent der Gesamtkosten Keine Förderung für klassische Gastherme – unter Umständen wird aber der erneuerbare Anteil (H2-ready) gefördert
CO2-Preis spielt keine Rolle Soll in den kommenden Jahren ansteigen – die Folge: Fossile Brennstoffe werden teurer.
Heizungsratgeber vom 13. Juni: Statt Gas und Heizöl – Energieberater spricht über beste Alternative
Weg von fossilen Brennstoffen und stattdessen auf klimafreundliche Technologien setzen – hier ist sich die Politik einig. Das ehrgeizige Ziel: Bis 2024 soll Deutschland klimaneutral werden. Regenerative Techniken wie die Wärmepumpe sind der Weg. Auch die Pelletheizung oder die Nah- und Fernwärme sollen alternativ möglich sein. Doch für wen eignet sich welche Heizung? Und ist die Wärmepumpe tatsächlich eine flächendeckende Lösung für alle – allen voran mit Blick auf Alt-und generell Bestandsbauten?
Das haben wir den Energieberater Benjamin Weismann – Bundesgeschäftsführer vom Energieberaterverband GIH – gefragt. In schlecht isolierten Alt- und Bestandsbauten warnt der Experte von der Nutzung einer einzelnen Wärmepumpe. „Hier wird die Wärmepumpe im Winter sonst zur reinen Stromheizung und heizt wie ein Tauchsieder.“ Doch welche Heizung ist die beste? Der Energieberater hat eine klare Empfehlung – auf viele Faktoren muss geachtet werden. Im eben verlinkten Beitrag finden Sie das Interview in voller Länge.
Heizung Kosten in EUR
Ölheizung ab ca. 8.000
Gasheizung ab ca. 7.000
Holz- oder Pelletheizung ab ca. 10.000
Nah- und Fernwärme ab ca. 5.000
Wasserstoffheizung ab ca. 30.000
Solarthermie ab ca. 10.000
Luft-Wasser-Wärmepumpe 8000 bis 16.000
Erdwärmepumpe 12.000 bis 15.000 (ohne Erschließung)
Grundwasser-Wärmepumpe 9000 bis 12.000 (ohne Erschließung)
Zu beachten ist: Die Kosten in dieser Tabelle sind durchschnittliche Werte und können im individuellen Fall abweichen. Nicht beachtet werden zudem die Kosten für die Installation oder einen nötigen Umbau/Sanierung. Auch Förderungen werden nicht berücksichtigt.
Ratgeber zur Heizung vom 6. Juni: Neue Zahlen zur Austauschpflicht verblüffen
In der Ampel-Koalition wird über ein neues Heizungsgesetz gestritten. Weg von fossilen Brennstoffen und in Zukunft auf regenerative Energien setzen – im Hinblick auf das Ziel ist man sich einig. Nur in der Umsetzung stockt es – allen voran zwischen der FDP und den Grünen. Neu ist die Austauschpflicht für eine alte Heizung nach 30 Jahren Nutzung nicht – schon seit 2020 ist diese im Gebäudeenergiegesetz (GEG) verankert. Auch 2023/24 sind Hausbesitzer von der Austauschpflicht betroffen – aber müssen sie reagieren?
Denn von der Austauschpflicht nach 30 Jahren gibt es Ausnahmen. Davon profitieren Eigentümer – die ihren Wohnraum selbst nutzen – und Hausbesitzer mit bestimmten Brennkesseln. Doch wie schlimm wird es wirklich? Neue Zahlen zur Austauschpflicht von über 30 Jahre alten Heizungen verblüffen und lassen Zweifel aufkommen. Denn laut einer Anfrage der Unionsfraktion an die Bundesregierung erreichen bloß rund 1,9 Millionen Ölheizungen und knapp über zwei Millionen Gasheizungen die entsprechende Altersgrenze.
Ratgeber: Spannende News und Wissenswertes rund um das Thema Heizung finden Sie hier
EU-Pläne: Wärmepumpen-Pflicht droht – Knallharte EU-Pläne für Hausbesitzer
Tauschpflicht: Zahlen zu Austauschpflicht verblüffen – wie viele wirklich betroffen sind
Zuschuss: Förderkonzept ab 2024 – diese Zuschüsse plant die Ampel-Koalition
Erhöhung: CO2-Preis steigt – was für Kosten auf Eigentümer mit einer Heizung zukommen
Was bedeutet also die Austauschpflicht für Verbraucher? Fest steht: Vor übereilten Entscheidungen sollten Hausbesitzer sich gut informieren – über die Ausnahmen und die möglichen Förderungen für über 30 Jahre alte Heizungen. Der Heizungs-Tausch-Bonus ist eine dieser Förderungen von staatlicher Seite. Viele Informationen dazu und zum Antrag der Förderung für alte Gas- und Ölheizungen haben wir in einem separaten Beitrag für Sie zusammengefasst. Im individuellen Fall helfen Energieberater oder auch Verbraucherzentralen weiter.
Heizung Grundförderung Heizungs-Tausch-Bonus Wärmepumpen-Bonus Förderung gesamt
Wärmepumpe 25 10 5 40 Prozent
Pelletheizung 10 10 – 20 Prozent
Im neuen Heizungsgesetz soll die Austauschpflicht beibehalten werden – bedeutet: Auch in Zukunft werden Eigentümer betroffen sein. Doch auch in der neuen Novelle des GEG soll es Ausnahmen geben. Zudem wurde das Heizungsgesetz noch nicht vom Bundestag abgesegnet. Ein neues Förderkonzept ab 2024 ist aber schon in Planung. Über sogenannte Klimaboni möchte der Staat auch nicht von der Austauschpflicht betroffene Hausbesitzer zum Umstieg auf klimafreundliche Heizungen motivieren.
Ratgeber zur Heizung vom 30. Mai: Schock nach Analyse von Energieexperten
Wie teuer ist es, ein Haus zu sanieren, dass Jahrzehnte lang nicht saniert wurde? Unsere Autorin hat ihr Elternhaus von einem Energieexperten sezieren lassen. In diesem Artikel erklärt sie, warum die Kosten für die Sanierung der Heizung und des Hauses allgemein für einen Schock gesorgt haben.
Wirtschaftsweise gibt Energiespartipps
Monika Schnitzer gehört zu den sogenannten Wirtschaftsweisen und zählt damit zu den einflussreichsten Wirtschaftswissenschaftlerinnen Deutschlands. Sie fordert „großzügige Ausnahmen“ beim Heizungsgesetz – und überrascht mit einem Vorschlag zum Energiesparen.
Tipps zum Heizen vom 24. Mai: Heiz-Kataster sorgt für enormen Aufwand
Für jedes einzelne Gebäude sollen Daten zum Heiz- und Stromverbrauch abgefragt werden. Was das Heiz-Kataster den Kommunen und auch Verbrauchern abverlangt, lesen Sie in diesem Text.
Heizung: Wann sollten Verbraucher eine Wärmepumpe kaufen?
Wärmepumpen sind derzeit noch sehr teuer. Aber das wird sich Experten zufolge bald ändern. Doch wann ist der beste Moment für die Kaufentscheidung? Hier verrät ein Experte, wann die Kosten für die Wärmepumpe deutlich sinken werden.
Funktioniert die Klimaanlage als Wärmepumpe?
Wärmepumpen kommen nicht immer für Altbauten in Frage. In den nordeuropäischen Ländern ist die Klimaanlage als Wärmepumpe oft verbreitet. Doch was kann diese Luft-Luft-Wärmepumpe im Altbau eigentlich bewirken?
Die wichtigsten Informationen zur Wärmepumpe finden Sie auf den folgenden Seiten:
Alle wichtigen Fragen und Antworten, News und Informationen zur Wärmepumpe finden Sie auf dieser Seite.
Wie funktionieren Wärmepumpen? Die Funktionsweise und Grundlagen einfach erklärt
Wärmepumpe: Alle Arten, Kosten, Nachteile und Vorteile im Überblick
So läuft die Planung und Installation von Wärmepumpen reibungslos ab
Wärmepumpe Wartung: Kosten, Intervalle und Co. – so sparen Sie Geld
Umweltauswirkungen und Nachhaltigkeit von Wärmepumpen
Tipps zum Heizen: Neue Bußgelder im Heizungsgesetz
Was viele nicht wissen: Schon jetzt greift eine Austauschpflicht für alte Gas- und Ölheizungen nach 30 Jahren Nutzung. Im neuen Heizungsgesetz soll diese beibehalten werden. Medienberichten zufolge sollen die Bußgelder bei Verstößen aber angepasst werden – es drohen hohe Strafen von bis zu 50.000 Euro. Schon rund 10.000 Euro können mit Blick in die Heizungspläne bei einer nicht fristgerechten Inspektion der Heizung möglich sein. Hiervon betroffen sind auch Hausbesitzer mit einer Wärmepumpe – im Gesetz ist eine Wärmepumpen-Inspektion vorgesehen.
Von Wärmepumpen-Inspektion über Heizungscheck bis zur Rohrisolation – das geplante Heizungsgesetz der Ampel umfasst neben neuen Vorgaben auch saftige Bußgelder. Was im Kleingedruckten steht und welche Geldstrafen für Hausbesitzer ab 2024 drohen – darüber berichten wir im eben verlinkten Artikel. Fest steht: Das geplante Heizungsgesetz umfasst mehr als nur Vorgaben für neue Heizungen. Noch ist die Novelle aber nicht beschlossen. Der Bundestag in Berlin will sich Medienberichten zufolge in der Woche vor Pfingsten erstmals darüber beraten.
Verstoß geplantes Bußgeld
Missachtung der Austauschpflicht für Heizungen nach 30 Jahren Zwischen 5000 Euro und 50.000 Euro
Missachtung der Wärmepumpen-Inspektion 5000 Euro
Nicht fristgerechte Heizungsinspektion 10.000 Euro
Schwere Verstöße wie nicht gedämmte Geschossdecken oder Nutzung umweltschädlicher Heizungsanlagen 50.000 Euro
Möglich sind etwa Ausnahmen oder längere Fristen. Auch aktuell gibt es Ausnahmen von der Austauschpflicht für bestimmte Hausbesitzer – etwa, wenn die Gas- oder Ölheizung hohe Energiestandards erfüllt oder in Kombination mit einer klimafreundlichen Technik genutzt wird. Ähnliche Ausnahmen könnte es ab 2024 auch im neuen GEG geben. Zudem hatte sich jüngst auch Robert Habeck für einen späteren Startzeitpunkt ausgesprochen – das aber an Bedingungen geknüpft. Mehr dazu in unserem Ratgeber-Beitrag vom 10. Mai.
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Ab 2024: Austauschpflicht auch im neuen Heizungsgesetz – wer betroffen ist
Heizung: Tipps vom 16. Mai 2023 – welche Heizung ist nächstes Jahr noch die beste?
Viele Verbraucher sehen sich derzeit nach neuen Heizsystemen um. Grund dafür ist nicht nur die neuen Heizungspläne der Ampel-Koalition, sondern auch die Sorge vor steigenden Energiepreisen, insbesondere bei fossilen Brennstoffen. Doch welche Heizung ist für mich die beste? Ein Fachmann klärt auf.
Ölheizung: Schon jetzt drohen harte Strafen wegen Austauschpflicht
Das Heizungsverbot kommt, wenn überhaupt, erst 2024. Doch schon jetzt gilt die Austauschpflicht. Was damit gemeint ist und welche Strafen Hausbesitzern und Verbrauchern bei Missachtung der Austauschpflicht drohen, lesen Sie hier.
Fotostrecke: Wirtschaftsminister Robert Habeck – Stationen seiner Karriere in Bildern
Themenseite: Alle Informationen und News rund um Robert Habeck auf einen Blick
Heizungsgesetz: FDP blockiert Zeitplan von Habeck – ist Graichen der Grund?
Staatssekretär: Jetzt auch Udo Philipp in der Kritik – Investitionen werfen Fragen auf
Saudi-Arabien: Erneuter Fehltritt von Habeck-Mitarbeiter – Säbeltanz mit Saudis
Austauschpflicht hätte für diese Regionen fatale Folgen
Die Pflicht zum Heizungstausch dürfte Eigentümer in einigen Orten Deutschland am härtesten treffen. Eine aktuelle Studie legt eine Spur – wir zeigen, für welche Regionen das geplante Heizungsgesetz fatale Folgen hätte.
So drastisch steigen die Mieten durch die neuen Heizungspläne
Neue Heizungen werden nicht nur ein Thema für Hausbesitzer sein. Auch Mieter werden die Kosten zu spüren bekommen. Beunruhigende Prognosen zeigen nun, wie deutlich die Miete durch den Einbau einer neuen Heizung steigen wird.
Ratgeber zum Thema Heizen vom 10. Mai 2023: Habeck überrascht mit Ansage zum Heizungsgesetz
Doch wie realistisch sind die ambitionierten Pläne der Bundesregierung? Schon jetzt warten Verbraucher Monate auf eine neue Wärmepumpe. Und auf den Ausbau der Nah- und Fernwärme oder der Biogaskapazitäten hat der einzelne Eigentümer keinen großen Einfluss. Wirtschaftsminister Robert Habeck zeigte sich jetzt in einem Interview flexibel. Im „Deutschlandfunk“ brachte der Minister einen späteren Zeitpunkt für das Heizungsgesetz ins Spiel. Habeck mit Blick auf die Beratungen im Bundestag zum neuen Gesetz.
Name Robert Habeck (53)
Geboren 2. September 1969 in Lübeck
Ehepartnerin Andrea Paluch (verheiratet seit 1996)
Partei Bündnis 90/Die Grünen
Geschwister Hinrich Habeck
Ausbildung Universität Hamburg (2000)
Familienstand Verheiratet, zwei Kinder
Ämter Vizekanzler und Wirtschaftsminister der Bundesrepublik Deutschland
Es sei „natürlich relevant – darüber nachzudenken – ob man später einsetzt oder ein bisschen später einsetzt – wie zu sagen, wir schaffen das, wir können das jetzt durchziehen.“ Eine Kehrtwende im neuen Heizungsgesetz schließt Habeck aber aus. „Das ist ein Meilenstein in der deutschen Klimapolitik.“ Offen ist der Minister allerdings für Übergangs- und Anpassungsfristen. Diese sollen aber nicht so gestaltet werden, „dass man in Wahrheit gar nichts macht oder hofft, dass eine nächste Wahl das wieder korrigiert“.
Wirtschaftsminister Robert Habeck bezeichnet das umstrittene Gebäudeenergiegesetz als Meilenstein.
Wirtschaftsminister Robert Habeck bezeichnet das umstrittene Gebäudeenergiegesetz als Meilenstein.
Foto: Kay Nietfeld/dpa
Austauschpflicht für Heizungen ab 2024: Wer jetzt doch nicht betroffen sein soll
Die Austauschpflicht für alte Gas- und Ölheizungen nach 30 Jahren Nutzung ist nicht neu. Der Knackpunkt bisher: Wird die Ampel-Koalition an dieser Frist oder den Ausnahmen von der Austauschpflicht für bestimmte Eigentümer schrauben? Jetzt gibt es Gewissheit – eine Austauschpflicht für alte Heizungen soll auch ab 2024 greifen. In ihren Plänen für ein neues Heizungsgesetz verzichtet die Ampel-Koalition jedoch auf ihre ursprünglich vorgesehene Austauschpflicht für funktionierende Öl- und Gasheizungen.
Ausnahmen von der Austauschpflicht:
Niedertemperaturkessel Gas- und Ölheizungen mit Niedertemperaturkessel oder Brennwertgeräte sind von der Austauschpflicht ausgenommen.
Selbstnutzer seit 01.02.2002 Alle Eigentümer – die seit dem 1. Februar 2002 selbst in ihrem Haus oder ihrer Wohnung wohnen – sind nicht betroffen.
Hauskäufer Hauskäufer sind nicht ausgenommen – aber für sie greift eine Frist von zwei Jahren.
Für die Verbraucher bedeutet es: Gas- und Ölheizungen im Bestand – die jünger als 30 Jahre sind – sollen von einer Austauschpflicht nicht betroffen sein. Gerade Eigentümer mit einer modernen Öl- oder Gasheizung ist das eine gute Nachricht. Auch die Reparatur einer kaputten Heizung soll weiter möglich sein und nicht zum Tausch gegen eine neue Heizungstechnik verpflichten. Jedoch plant der Staat in seinem neuen Förderkonzept ab 2024 auch Anreize für unter 30 Jahre alte Gas- und Ölheizungen.
Allgemein: Was die Austauschpflicht für Verbraucher bedeutet
Datenstand: Zahlen verblüffen – wie viele Haushalte die Austauschpflicht wirklich betrifft
Heizung: So erkennen Sie das Alter Ihrer Gas- oder Ölheizung
Profitieren: Ausnahmen von der Austauschpflicht für Gas- und Ölheizungen
Kontrolle: Was bei der Nichtbeachtung der Austauschpflicht für Bußgelder drohen
Ab 2024: Austauschpflicht auch im neuen Heizungsgesetz – wer betroffen ist
Viessmann verkauft in die USA – was US-Firma Carrier Global in Deutschland plant
In der Wärmewende spielt die Wärmepumpe als regenerative Heiztechnologie eine elementare Rolle. Ausgerechnet in dieser Zeit verkauft das hessische Traditionsunternehmen Viessmann seine Klimasparte an den US-Konzern Carrier Global. Rund 12 Milliarden Euro investiert Carrier Global in die Klimasparte – inklusive der Wärmepumpen. Für die Verbraucher ist der Viessmann-Deal ein eindeutiges Zeichen. Im Interview mit unserer Redaktion spricht ein Ökonom über fundamentale Änderungen in der Heizungsbranche – und zwar schon in den kommenden Jahren.
Am Konzernstandort in Deutschland will Carrier Global eigenen Angaben zufolge festhalten. Betriebsbedingte Kündigungen der Mitarbeiter sollen für drei Jahre ausgeschlossen werden. Zudem soll die Produktion und Entwicklung in Deutschland für fünf Jahre gesichert sein. Der Viessmann-Hauptsitz in Hessen soll sogar für 10 Jahre gesetzt sein. Carrier-Global-Chef David Gitlin in einer Konferenzschalte: „Wir kommen, um in Deutschland zu investieren, um in die Belegschaft zu investieren, in Wachstum zu investieren.
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Trotzdem stehen weiter Fragen im Raum. Was passiert nach Ablauf der Job- und Standortgarantien? Wandert die Produktion langfristig ins Ausland? Ein Indiz verrät den wahren Grund für den Viessmann-Deal. Und dieser betrifft nicht nur Viessmann. Auch andere große deutsche Konzerne im Wärmepumpen-Sektor sind mit derselben Problematik konfrontiert. Viessmann hat jetzt schnell reagiert und für eine stolze Summe sowie einen Aktienanteil in die Vereinigten Staaten verkauft. Davon sollen auch die Mitarbeiter profitieren. 106 Millionen Euro „Sonderprämie“ sollen ausgeschüttet werden.
Sieger: Die meistverkaufte Wärmepumpe in Deutschland – Expertin nennt den Grund
Kalkulation: Stromkosten einer Wärmepumpe – womit Eigentümer rechnen müssen
Innovation: Eisspeicher-Heizung senkt Kosten enorm – was die Wärmepumpe leistet
Bestandsgebäude: Test schafft Klarheit – wann sich eine Wärmepumpe im Altbau rechnet
Faktencheck: 10 Mythen und Behauptungen zur Wärmepumpe – was stimmt und was nicht
Pelletheizung statt Wärmepumpe – für wen sich das Heizen mit Pellets lohnt
Die Politik setzt in der Wärmewende primär auf die Wärmepumpe als Alternative zur Gas- oder Ölheizung. Doch gerade in Altbauten mit einer schlechten Dämmung und kleinen Heizflächen ist die Wärmepumpe aus Sicht von Energieberater Benjamin Weismann vom Energieberaterverband GIH unter Umständen nicht die beste Lösung für eine neue Heizung ab 2024. Interessant kann in solchen Gebäuden eine Pelletheizung sein – doch für welche Haushalte lohnt sich das Heizen über Pellets wirklich?
Und worauf sollte bei der Installation und der Kaufentscheidung für eine neue Pelletheizung geachtet werden? Im Gespräch mit dieser Redaktion hat Martin Bentele vom Deutschen Energieholz- und Pelletverband diese Fragen beantwortet. Umgekehrt sollen sich Verbraucher auch über die Nachteile bewusst sein. Denn das Heizen mit Holz ist im Hinblick auf Gesundheit und Klima nicht unbedenklich – so zumindest die Meinung einiger Experten. Im Beitrag „Pelletheizung – eine Gefahr für Gesundheit und Klima?“ haben wir uns die Thesen der Forscher genauer angeschaut.
Investition: Stromverbrauch und Kosten einer Wärmepumpe – Worauf Sie achten sollten
Debatte: Die 10 größten Mythen und Lügen über die Wärmepumpe im Faktencheck
Gebäude: Wärmepumpe auch im Altbau möglich – Das ist zu beachten
Zuschuss: Förderung für die Wärmepumpe – Diese Zuschüsse gibt es vom Staat
Hybridheizung: Wärmepumpe mit Ölheizung kombinieren – So viel Förderung gibt es
Kühlung: Wärmepumpe nachrüsten und als Klimaanlage nutzen – So geht’s
Über die Feinstaubbildung und die Folgen für die Gesundheit haben wir uns in einem separaten Artikel befasst. Dank mehrerer Maßnahmen lässt sich die Feinstaubbelastung zum Glück eindämmen. Was das Umweltbundesamt empfiehlt und worauf bei der Nutzung von Holzöfen zu achten ist, erfahren Sie im hier verlinkten Artikel. Auch in Mietwohnungen ist das Betrieben eines Kamins oder Pelletofens möglich – es gibt allerdings ein paar Dinge zu beachten. Der erste Schritt ist das Einverständnis des Vermieters. Sonst kann es teuer werden.
Heizung Grundförderung Heizungs-Tausch-Bonus Wärmepumpen-Bonus Förderung gesamt
Wärmepumpe 25 10 5 40 Prozent
Pelletheizung 10 10 – 20 Prozent
Heizung ab 2024: Diese Förderungen gibt es für die Pelletheizung jetzt schon
Die Ampel-Koalition macht Tempo und plant schon ab 2024 schrittweise ein Verbot monovalenter Gas- und Ölheizungen. Schon jetzt kann sich daher die Investition in eine Hybridheizung oder rein regenerative Anlage lohnen – etwa, wenn die alte Gas- und Ölheizung kaputt geht oder 2023 unter die schon geltende Austauschpflicht fällt.
Derzeit gelten noch die Förderungen für eine neue Heizung 2023 – für die Pelletheizung setzt sich diese aus der Grundförderung und einem „Heizungs-Tausch-Bonus“ für die alte Gas- oder Ölheizung zusammen. Im Unterschied zur Wärmepumpe müssen für die staatliche Förderung für eine Pelletheizung mehrere Auflagen erfüllt werden. Im eben verlinkten Beitrag sprechen wir mit einem Experten über diese Vorgaben.
Förderungen für neue Heizungen sollen massiv ausgebaut werden
Welche Förderungen gibt es 2023 vom Staat für die Heizung? Von Pelletheizung bis Wärmepumpe – auch in diesem Jahr können Verbraucher von staatlichen Förderungen profitieren. Es gibt aber mehrere Auflagen. Ungeachtet davon sorgt das geplante Heizungsgesetz dafür, dass viele Kosten auf Verbraucher zukommen werden. Allerdings sind neue Heiz-Förderungen angekündigt, wie Sie in diesem Artikel lesen können.
In dieser Übersicht sehen Sie, wie teuer der Einbau eines neuen Heizsystems etwa sein könnte:
Heizung: Wärmewende wird teuer für Verbraucher
Die Umstellung auf erneuerbare Energien für Heizung und Warmwasserbereitung wird zu erhöhten Kosten für Verbraucher führen. Die Bundesregierung plant, die Nutzung fossiler Brennstoffe wie Öl und Gas zu reduzieren, um die Emissionen zu senken. Diese Technologien sind jedoch teurer, und Experten befürchten, dass die Kosten für die Verbraucher steigen werden. Wie viel Kosten auf Sie zukommen werden, lesen Sie in diesem Artikel.
Neue Aufgaben für den Schornsteinfeger
Durch die Energiewende sind Schornsteinfeger mehr denn je gefragt. Durch das neu-geplante Heizungsgesetz wird sich die Nachfrage noch verstärken. Darüber hinaus gibt es auch einige Änderungen im Berufsbild. Lesen Sie hier, was der Schornsteinfeger in Ihrem Haus alles kontrollieren soll.
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